11.07.2017: Endlich abgefüllt, der Honig !! Die Frühjahrshonig-Ernte ist seit einigen Wochen schon "im Eimer“, sprich im Hobbock. Nun musste der Honig noch bearbeitet werden. Frühjahrshonig enthält im Schnitt viel Traubenzucker. Das kann dazu führen, dass der frisch geerntete Honig schnell kandiert. Er würde fest und steinhart und somit nicht verkaufsfähig.

 

Die Bearbeitung geschieht mit Hilfe eines Stampfers, mit dem der Honig von unten nach oben und von außen nach innen durcheinander gestampft wird. Durch diese Handarbeit werden die Zuckerkristalle feinkörniger. Der später cremige Honig fühlt sich so besser auf der Zunge an. Nach der Kandierung im Eimer erhärtet der Honig und ist so schon sehr lange haltbar.

 

Vor der Abfüllung ins Glas wird dieser harte Honig in einem Einmachkochtopf bei max. 40 °C innerhalb von 1-2 Tagen aufgewärmt. Warum bei max. 40 °C, besser 37 °C? Honig enthält viele wärmeempfindliche Inhaltsstoffe, die den hohen Temperaturen nicht standhalten und zerstört werden. Dabei geht es um die für Honig so spezifischen Enzyme. Das sind Eiweiße (Proteine), die über 40 °C zerstört werden. Mit ihrer Schädigung schwinden auch die gesunden Eigenschaften des Honigs. Das ist auch immer wieder ganz wichtig für die Honigmilch-Trinker.

 

Nachdem der aufgewärmte Honig ein letztes Mal gestampft wurde, wird er in das bekannte D.I.B.-Glas abgefüllt, das hygienisch verschlossen wird. Der Honig ist nun verkaufsfertig. Honigernte bedeutet also nicht nur "Schleudern und fertig“. Viele Schritte in Handarbeit, Hygiene- und Qualitätsvorschriften erst machen Imker-Honig zu einem absolut wertvollen und hochwertigen Lebensmittel.


09.12.2017: Nach einem wieder einmal ungewöhnlichen Imkerjahr gehen die Bienen bei diesen Temperaturen nun endgültig in ihre verdiente Winterruhe. Sie bilden nun im Stock eine sogenannte Wintertraube, in dessen Mitte die Königin bei einer ständigen Temperatur von ca. 37 °C von ihrem Volk geschützt wird. Die optimale Volksstärke sollte momentan bei 8.000-10.000 Bienen sein. Ab Anfang Januar beginnt die Königin dann hoffentlich bei genug Futter in den Waben mit der Brut für eine neue Saison.


08.05.2017: Der nächste Schritt ist gemacht! Mit dem Ziel, das Schwärmen von Bienenvölkern zu verhindern und unsere Völkerzahl zu erhöhen, haben wir nun einen Ableger gebildet. Das bedeutet, dass von unseren vorhandenen Wirtschaftsvölkern Brutwaben mit ansitzenden Bienen entnommen werden und diese dann in eine neue Beute an einem neuen, anderen Standort platziert werden. Unser zusätzlicher, neuer Standort ist in Rhede inmitten großer Gärten mit viel Obstbäumen, Gemüseplantagen und Kräutergärtchen. Den Standort direkt haben wir natürlich auch bienenfreundlich gestaltet mit Hilfe von Kräutern, Obstbäumen, Blühwiesen und weiterer Trachtpflanzen. Das neue Bienenvolk kann dort in diesem Jahr nun in Ruhe heranwachsen, damit wir davon im nächsten Jahr ein kräftiges Wirtschaftsvolk bekommen, zusätzlich zu unseren vorhandenen Völkern, die an einem Waldrand stehen.


13.03.2017: Auf in ein neues Bienenjahr! Wer gedacht hat, dass es  bei den Bienen mit dem Frühling erst jetzt losgeht, hat sich getäuscht. Bereits seit Anfang des Jahres werden stetig mehr Bienen "produziert", damit jetzt zum Frühlingsbeginn eine starke Bienenpopulation den Start wagen kann. Je höher nun die Temperaturen steigen und je länger die Sonne scheint, desto umtriebiger sind die Bienen. Ganz wichtig für ihre Brut ist momentan der Eintrag von Pollen, sprich Eiweiß. Der erste Pollenlieferant mit ist immer die Salweide. Aber auch Krokusse werden gerne angeflogen, nicht nur von Bienen. Hummelköniginnen suchen sich jetzt ein Nest und sind meist die ersten des Tages an den Pflanzen. Sie fliegen bereits ab ca. 8 °C, die Honigbiene ab ca. 12 °C. Kälteeinbrüche tagsüber sind für sie eine Gefahr. So kann auch jeder etwas für die Insektenvielfalt tun, nämlich Frühblüher mit ungefüllten Blüten pflanzen. Denn die Bestäubungsleistung der Insekten (allen voran unserer Honigbiene) ist enorm für die Pflanzenvielfalt und für die Landwirtschaft. Helfen wir also mit !!


01.11.2016: So langsam müssen sich die Völker auf den Winter einstellen. Die letzten sonnigen Tage wurden noch für Ausflüge genutzt, eine Tracht gibt es jedoch nicht mehr.

 

Der Wintervorrat für die Bienen ist aufgefüllt mit der Hoffnung, dass es bis zum Frühling reicht. Sie sollten nun bei kälteren Temperaturen in ihre Wintertraube gehen. Das bedeutet, dass die Winterbienen mit ihrer Königin in der Mitte eine Traube bilden, von Futterwabe zu Futterwabe wandern und die Temperatur im Innern immer konstant auf ca. 35 °C halten mit dem Ziel, dass die Königin den Winter übersteht und ab Anfang Januar wieder in Brut geht. Diese dann neue Bienengeneration bildet den Grundstock für ein hoffentlich erfolgreiches Bienenjahr 2017.


20.09.2016: Nachdem der Juni, der die Haupttrachtzeit für die Sommerernte ist, fast gänzlich ins Wasser fiel, haben wir uns entschlossen, den wenigen eingesammelten Honig komplett den Bienenvölkern zu lassen. Die Sommerernte fiel somit aus.

 

Das war auch der Startschuss für die Ameisensäurebehandlung, die immer NACH der letzten Honigernte stattfindet. Diese wird gemacht, um die gefürchtete Varroa-Milbe in Schach zu halten.  Die Varroa- Milbe schädigt die Brut der Bienen und kann die Völker nicht nur schwächen sondern auch komplett vernichten. Es sieht bei uns aber gut aus. Das Wetter im August und September war dann wieder so gut, dass die Bienen noch soviel eingetragen haben, dass wir nur sehr wenig Futter hinzugeben mussten. So ist die Natur.

 

Nach der Behandlung wurden noch Mäusegitter am Flugloch angebracht, um unliebsame Eindringlinge abzuwehren. Je mehr es Herbst wird, ziehen sich die Winterbienen in ihre Traube zurück, die in der Traubenmitte die Königin schützt und durch den Winter bringt.


24.07.16: Die Honigernte ist nun komplett abgefüllt. Nicht viel, aber in sehr guter Qualität. Die hygienisch abgefüllten Honiggläser müssen nun nur noch etikettiert werden. Aber keine Angst: sind alle Gläser verkauft, gibt's Nachschub an Honig vom Imkerkollegen.


05.06.16: Die Frühjahrsernte 2016 ist eingefahren. Zunächst werden die verdeckelten Honigwaben geöffnet. Danach kommen die Waben in eine Schleuder, die mit Zentrifugalkraft den Honig aus den Waben rausschleudert. Rechts im Bild die ersten Tropfen Honig, der durch mehrere Siebe erst einmal in größeren Eimern gelagert und weiterverarbeitet wird. So sieht es zur Zeit bei vielen Imkern in Rhede aus. Die Sommerernte findet dann im Juli/August statt. Viel Arbeit für ein absolut hochwertiges Produkt.


27.05.16: … und so sieht es aus, wenn ein Bienenschwarm

ca. 4 m hoch in einem Baum gelandet ist. Es ist doch passiert. Viel Arbeit und Geduld wird benötigt, um diesen Schwarm wieder einzufangen und neueinzuquartieren.


10.05.16: Nun ist der Frühling endlich da. Und mit welchen Temperaturen. Bei aktueller Blüte füllen sich Honigräume und vor allem die Bruträume der Völker. Teils platzen diese aus allen Nähten … sprich aus den Waben.

 

Um ein ungewünschtes Schwärmen der Völker zu verhindern, wird ein Brutableger in dieser Zeit des Wachsens gebildet. Aus jedem Wirtschaftsvolk werden Bienen mit Brutwaben entnommen und zu einem neuen Volk zusammengelegt (siehe Foto). Für die Wirtschaftsvölker ist das gut, da so neuer Platz für die Eiablage entsteht und die Tiere sich so nicht mit dem Schwärmen beschäftigen. Eine neue Königin für das neue Volk wird durch die Bienen in ihrer neuen Behausung von selbst herangezogen.

Im besten Fall haben wir so aus unseren bislang drei Völkern nun ein viertes Völkchen im Entstehen, das in diesem Jahr wachsen wird, damit es im nächsten Jahr ein starkes Wirtschaftsvolk ist, von dem geerntet werden kann.

 

In einigen Wochen wissen wir mehr. Hoffen wir das Beste.


02.05.16: Nachdem unsere drei Bienenvölker gut aus den Winter gekommen sind und sich schon prächtig vermehren, warten wir

auf andauernd warme Tage, damit die Bienen während der Obstbaumblüte ordentlich Pollen und Nektar eintragen können.